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Spezialbehandlung nach Herzstillstand

Klinikum Kassel gründet Cardiac Arrest Center für wiederbelebte Patienten

Foto (GNH):
Mit der Notaufnahme und weiteren sechs unterschiedlichen medizinscher Disziplinen gründetet sich jetzt das Kassel Center for Cardiac Arrest. Von links: Prof. Dr. Clemens Dumont, Direktor der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädische Chirurgie, Prof. Dr. Ralph Muellenbach, Direktor der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie (sitzend), PD Dr. A. Asghar Peivandi, Direktor der Klinik für Herzchirurgie, Prof. Dr. Julian Bösel, Direktor der Klinik für Neurologie, Dr. Thomas Fischer, Chefarzt der Klinik für Kinderanästhesie und Intensivmedizin sowie Ärztlicher Direktor des Klinikums, Prof. Dr. Rainer Gradaus, Direktor der Klinik für Herz- und Kreislauferkrankungen und Dr. Klaus Weber, Chefarzt der Interdisziplinären Zentralen Notaufnahme (sitzend).

Kassel. Wenn es um einen Herz-Kreislaufstillstand geht, ist Dr. Klaus Weber im Thema. Er leitet die Zentrale Notaufnahme am Klinikum Kassel, die zahlenmäßig größte Einrichtung ihrer Art in Hessen. Mit der Notaufnahme und weiteren sechs unterschiedlichen medizinscher Disziplinen gründet sich jetzt das Kassel Center for Cardiac Arrest (KCCA). Dabei geht es speziell um Patienten, die vor ihrer Einlieferung in die Notaufnahme reanimiert wurden. „Neben der schnellen Wiederbelebung vor Ort ist die Weiterbehandlung entscheidend für die Überlebenschancen des Patienten“, sagt Dr. Weber. „Die Schwere der Erkrankung erfordert eine unmittelbare Zusammenarbeit der unterschiedlichen medizinischen Disziplinen. Als Maximalversorger bieten wir am Klinikum Kassel weit mehr als den Standard."

Diagnostik im Verbund mit schnellem und kompetenten Handeln sind maßgebend für eine erfolgreiche Genesung
Die Basis für das neue Kassel Center for Cardiac Arrest bilden neben der Notaufnahme die Kliniken für Neurologie, Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfall- und Schmerztherapie und die Kardiologie. Ein Großteil der reanimierten Patienten wird dort intensivmedizinisch behandelt. Akute Herzkathetereingriffe sind in den allermeisten Fällen maßgebend für eine erfolgreiche Genesung.

Nach Herzstillstand und Reanimation geht es nicht nur um das reine Überleben, sondern insbesondere um das Überleben mit möglichst geringen Schäden für das Gehirn – das für Sauerstoffmangel empfindlichste Organ des Körpers. Mit der Klinik für Neurologie hat das KCCA ein Element, dass es nicht nur erlaubt, eine zuverlässige Prognose zu stellen, sondern Patienten mit leichten oder mittelschweren Hirnschäden zu erkennen und diese einer ganz gezielten Therapie zuzuführen. Neurologie-Direktor Prof. Dr. Julian Bösel und sein Team haben dafür bereits innovative Diagnostik- und Therapiepläne entwickelt. Auch eine Ausweitung der KCCA-Begleitung über den akutstationären in den rehabilitativen Bereich ist geplant. Diese lückenlose multidisziplinäre Kette ist ein Alleinstellungsmerkmal des KCCA.

Auch das ECMO-Zentrum im Klinikum Kassel ist im neuen Cardiac Arrest Center fest eingebunden. ECMO steht für ein komplexes Behandlungsverfahren in der Intensivmedizin, bei dem Herz und Lunge mit Hilfe mechanischer Systeme von außen unterstützt werden. Und mit der Einbeziehung der renommierten und breit aufgestellten Kindermedizin sowie der großen Unfallchirurgie wird eine überregionale Führungsrolle angestrebt. „Bundesweit sind wir derzeit die einzige Klinik mit einem so umfassenden Spektrum an medizinischen Fachrichtungen in der Versorgung wiederbelebter Menschen“, sagt Dr. Klaus Weber.

24 Stunden am Tag verfügbare Infrastruktur
Unterstützt wird die Gründung des Cardiac Arrest Center vom Deutschen Rat für Wiederbelebung, dem German Resuscitation Council (GRS), der sich für vordefinierte Qualitäts- und Strukturmerkmale einsetzt. „Die Voraussetzungen werden hier am Klinikum Kassel bereits weitestgehend erfüllt“, sagt Dr. Weber. Insbesondere die umfangreiche und 24 Stunden am Tag verfügbare Infrastruktur im Haus sind maßgeschneidert für ein Cardiac Arrest Center. Herzkatheterlabore und Computertomografie, mobile Herz-Lungen-Maschine und Intensivmedizin auf allerhöchstem Niveau sind nur einige Beispiele. Doch schon am Einsatzort ist das Klinikum kompetent vertreten. Drei der vier ständig einsatzbereiten Notärzte in Kassel werden von der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie gestellt. Der Bedarf für eine spezielle Behandlung reanimierter Patienten lässt sich auch aus der Statistik ablesen. Im Jahr 2016 wurden 132 Patienten in der Notaufnahme aufgenommen, die zuvor wiederbelebt wurden. Mit der steten Verbesserung der Notfallmedizin wird sich diese Zahl weiter nach oben verschieben. „Darauf bereiten wir uns vor“, sagt Dr. Klaus Weber. „Das Klinikum Kassel kann als eines von wenigen Krankenhäusern Deutschlands eine umfassende Behandlung im neuen Cardiac Arrest Center bieten.“

Die beteiligten Kliniken des Kassel Center for Cardiac Arrest sind:

 

 
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