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News & Presseinformationen

Ausbildung in Corona-Zeiten

GNH setzt bei der Pflegeausbildung auf digitale Lerninhalte

Die ersten GNH-Auszubildenden des Jahrgangs 2020 im Virtual Classroom. (Foto: GNH)
Kassel

Die neuen Auszubildenden der Gesundheit Nordhessen AG, die ihre berufliche Laufbahn als zukünftige Pflegefachfrau oder zukünftigen Pflegefachmann im April begonnen haben, hatten gleich in zweifacher Hinsicht einen ungewöhnlichen Start. Mit der Reform der Pflegefachausbildung wurden die bisherigen Ausbildungen der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege mit der generalistischen Pflegeausbildung ersetzt. Für die Gesundheit Nordhessen, die mit der Krankenpflegeschule am Klinikum Kassel in diesem Jahr ihr 60. Jubiläum begeht, bedeutete das erst einmal, sich neu aufzustellen. Weil zunächst alle Auszubildenden unabhängig von ihrem späteren Arbeitsfeld gemeinsam unterrichtet und praktisch ausgebildet werden, mussten die Lerninhalte und die praktische Lehre entsprechend angepasst werden.

„Wir haben uns inhaltlich und organisatorisch sehr gut auf die neuen Modalitäten der Ausbildung vorbereitet und ein Partnernetzwerk etabliert, von dem die Auszubildenden profitieren können“, erläutert Volker Pape, Zentralbereichsleiter der Akademie für Bildung am Klinikum Kassel. „Aber dann kam die Coronakrise.“ Mit den ersten Fallzahlen in Deutschland wurde ihm und seinen Kolleginnen und Kollegen recht schnell klar, dass die jungen Menschen nicht so in ihre Ausbildung starten können, wie sie sich das vorgestellt hatten. „Wir haben kurz überlegt, ob wir den Beginn verschieben. Aber viele der Auszubildenden kommen ja nicht direkt aus Kassel. Die hatten schon ein Zimmer oder eine kleine Wohnung angemietet. Andere machen die Ausbildung als zweiten Berufsweg und hatten ihre alten Beschäftigungsverhältnisse gekündigt. Da wussten wir, dass wir starten müssen“, so Pape.

Unter Hochdruck haben Pape und sein Team ein Konzept entwickelt, damit die Ausbildung trotz der massiven Einschränkungen durch die Corona-Pandemie gelingen kann. Die Digitalisierung hat ihnen dabei sehr geholfen. Der Akademie für Bildung ist es gelungen, innerhalb kürzester Zeit Tablets zu besorgen und Lerninhalte digital auszubereiten. Bestehende Lernplattformen wurden ausgebaut und unterrichtet wird im Virtual Classroom über Videokonferenzen. Ihre Arbeitsaufträge bekommen die Auszubildenden ebenfalls digital. Natürlich gibt es Lernmodule, die sich nicht über den PC oder das Tablet vermitteln lassen, sondern vor Ort realisiert werden müssen. „Das machen wir jetzt eben in Kleinstgruppen“, sagt Pape. Die langjährige Erfahrung in der Krankenpflegeausbildung kommt ihnen hierbei zugute. „Wir können unsere Einsätze gezielt vorbereiten und bei Bedarf flexibel anpassen. Alles in allem sind also wir trotz Krise sehr gut aufgestellt.“

Das sehen James Payong  und Marina Matzat auch so. Die beiden gehören zum neuen Jahrgang für die Ausbildung zur Fachpflegekraft und lernen seit April größtenteils über den Bildschirm. „Ich bin überrascht, wie gut die Zusammenarbeit auch aus der Ferne funktioniert“, freut sich James. „Wir sind alle motiviert bei der Sache und unterstützen uns gegenseitig. Marina will vor allem den Lehrerinnen und Lehrern danken: „Sie haben so viel Zeit in die Vorbereitung investiert und machen das digitale Unterrichten richtig gut!“ Trotzdem freuen sie sich auf eine Zeit nach Corona, wenn alle zusammen im Klassenraum sitzen und sie sich richtig kennenlernen können.

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