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News & Presseinformationen

Eine Koryphäe geht in Ruhestand

Kardiologe Prof. Dr. Jörg Neuzner verabschiedet

Kassel

Es ist ein Abschied auf Raten: Prof. Dr. Jörg Neuzner, langjähriger Chefarzt der Klinik für Herz- und Kreislauferkrankungen im Klinikum Kassel, scheidet Ende März endgültig aus dem Berufsleben. Eigentlich ist der 66-Jährige schon Ende Oktober in den Ruhestand gegangen, hat aber zur Überbrückung noch tageweise im Klinikum gearbeitet, bis sein Spezialgebiet – die Diagnose und Behandlung von Herzrhythmusstörungen – wieder mit einer Fachfrau besetzt ist. Am 1. April kommt Frau Dr. Kyong-Mi Weidmann als Ärztliche Leitung Elektrophysiologie an die kardiologische Klinik, bisher als Oberärztin im St.-Antonius-Hospital Eschweiler tätig.

Prof. Neuzner war im März 2001 als Direktor der kardiologischen Klinik ans Klinikum Kassel geholt worden, unter anderem um den Bereich „Herzrhythmusstörungen“ auszu-bauen, weil er bereits damals bundesweit als Koryphäe auf diesem Gebiet galt. „Eine definitiv richtige Entscheidung, die zu einem deutlichen Fortschritt bei der Versorgung der herzkranken Menschen in Nordhessen geführt hat“, so Birgit Dilchert, Personalvorstand der Gesundheit Nordhessen. Prof. Neuzner habe damals beispielsweise die Ablation (Verödung) bei Herzrhythmusstörungen eingeführt, ein Verfahren, das in Kassel und Umgebung bis dahin nicht zur Verfügung stand und bei dem über 90 Prozent der Patientinnen und Patienten mit einem einmaligen Eingriff geheilt werden können. Auch die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Herzinfarkten und weiteren schweren, zum Teil lebensbedrohlichen Herzerkrankungen habe seit 2001 eine erhebliche Verbesserung erfahren. Inzwischen stünden drei Herzkatheterlabore im Klinikum zur Verfügung, es gebe zudem eine intensive Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen des Krankenhauses der Maximalversorgung. Dilchert: „Die Patienten und das Klinikum Kassel haben Hr. Prof. Neuzner viel zu verdanken.“

Prof. Neuzner selbst hebt rückblickend vor allem die Zusammenarbeit mit den Kollegen der Kardiologie und der anderen Fachrichtungen, aber auch mit den niedergelassenen Medizinern hervor. Nur gemeinsam sei eine Versorgung der Patienten auf hohem Niveau wie im Klinikum Kassel möglich. „Ich danke allen für das mir entgegengebrachte Ver-trauen.“ Auch freue ihn, dass einige seiner früheren Assistenz-/Oberärzte inzwischen in leitenden Positionen tätig sein, „das ist auch ehrenhaft für unsere Ausbildung.“

Eine besondere Position im Kollegenkreis nimmt Prof. Dr. Rainer Gradaus ein. Er leitet seit 2008 die Klinik im Kollegialsystem mit Prof. Neuzner, seitdem dieser auf den Roll-stuhl angewiesen ist. Eine Zusammenarbeit, die laut Prof. Neuzner von Anfang an her-vorragend funktioniert hat und von tiefer Verbundenheit geprägt ist. Auch Prof. Gradaus spricht von sehr hohem gegenseitigen Respekt, Hochachtung vor den Leistungen des anderen und tiefer persönlicher Freundschaft. „Jeder hat sich in seinen Bereichen entfalten können und gemeinsam haben wir die Klinik ständig auf dem aktuellen Stand der medizinischen Entwicklung gehalten.“

Prof. Neuzner stammt aus Bad Nauheim und hat an der Justus-Liebig-Universität Gießen studiert und promoviert. In seiner Habilitation, ebenfalls in Gießen, beschäftigte er sich mit einer speziellen Therapie von Herzrhythmusstörungen. Von 1985 bis 2001 arbeitete Prof. Neuzner an der Kerckhoff-Klinik in Bad Nauheim, zuletzt als leitender Oberarzt der Abteilung für Kardiologie und als Leiter der Abteilung für Elektrophysiologie. Seit 2005 hat Prof. Neuzner eine außerplanmäßige Professur am Fachbereich Humanmedizin der Gießener Universität inne.

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