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News & Presseinformationen

Klinikum Kassel nimmt erste ukrainische Kinder auf

Drei Patientinnen und Patienten werden in der Kinderonkologie versorgt

Kassel

Das Klinikum Kassel hat in der Nacht zum Sonntag die ersten kranken Flüchtlingskinder aus der Ukraine aufgenommen. Dank einer privaten Initiative, die Hilfsgüter an die polnisch-ukrainische Grenze gebracht hatte, konnten drei onkologische Patientinnen und Patienten zwischen drei und 14 Jahren auf dem Rückweg nach Kassel transportiert werden. Das Klinikum Kassel ist unter den ersten Zentren in Deutschland, die krebserkrankte Kinder übernommen haben.

„Den Kindern geht es den Umständen entsprechend gut, sie schweben nicht in Lebensgefahr und konnten bei uns gut erstversorgt werden“, erläutert Prof. Dr. Michaela Nathrath, Direktorin der Klinik für pädiatrische Hämatologie und Onkologie, Psychosomatik und Systemerkrankungen. „Glücklicherweise konnten alle Kinder von ihren Müttern begleitet werden – auch sie haben wir mit im Klinikum aufgenommen. Für zwei der Kinder haben wir bereits die Therapieoptionen besprochen, sie sind mit der Expertise der Kinderonkologie hier in den besten Händen. Eines der Kinder wird in den kommenden Tagen nach Essen verlegt, wo es entsprechend seines Krankheitsbildes die bestmögliche Therapie bekommen kann.“

Der Kasseler Oberbürgermeister und GNH-Aufsichtsratsvorsitzender Christian Geselle zeigt sich erleichtert, dass die Kinder unversehrt aus dem Kriegsgebiet evakuiert werden konnten. Gleichwohl werden im Laufe der nächsten Woche weitere Kinder erwartet, die medizinisch versorgt werden müssen. „Das Wichtigste ist, dass die Kinder und ihre Angehörigen nach den Strapazen der Flucht bei uns in Kassel zur Ruhe kommen können und medizinisch gut versorgt sind“, so Christian Geselle. „Als Maximalversorger hat das Klinikum Kassel, insbesondere im Bereich der Kindermedizin, die nötige Expertise und Strukturen für die Versorgung fast aller Krankheitsbilder. Ich bin dankbar, dass wir diesen Kindern die nötigen Therapien bieten können.“