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News & Presseinformationen

Kreiskliniken: GNH-Aufsichtsrat stimmt Kaufvertrag zu

Stadt Kassel soll Anteile des Landkreises übernehmen; Kreiskliniken Kassel GmbH verkauft Vermögensgegenstände

Kassel

In seiner heutigen Sitzung hat der Aufsichtsrat der Gesundheit Nordhessen Holding AG (GNH) den Vertrag zum Verkauf der Kreiskliniken Wolfhagen und Hofgeismar freigegeben. Die beiden Einrichtungen sollen zum 1. August 2020 in Form eines „Asset Deals“ in den Eigenbetrieb des Landkreises Kassel übergehen. Bereits am Montag hatte der Kreistag die Freigabe der finanziellen Mittel zum Kauf und Weiterbetrieb der Kliniken beschlossen.

Der Verkauf der Kreiskliniken wird in zwei Schritten realisiert: Der Landkreis verkauft seine Anteile an der GNH in Höhe von 7,5% und erhält dafür 700.000 Euro. Die Vermögensgegenstände (Assets) der Kreiskliniken Wolfhagen und Hofgeismar – dazu gehört unter anderem die Einrichtung – werden für 2,4 Millionen Euro an den Landkreis Kassel verkauft.

„Das Konzept zur Neuausrichtung der GNH sah eigentlich die Errichtung eines regionalen Versorgungszentrums ohne stationären Betrieb in Wolfhagen vor. So hatte es der Aufsichtsrat bereits im September 2019 beschlossen“, erklärte Christian Geselle, Oberbürgermeister der Stadt Kassel und GNH-Aufsichtsratsvorsitzender. Der Landkreis habe dies bekanntermaßen abgelehnt und Rechtsmittel dagegen eingelegt. Um die Auseinandersetzung zu beenden, habe er dem Landkreis bereits im November 2019 den Kauf der Kreisklinik Wolfhagen angeboten, sagte Geselle. Letztendlich habe die GNH das Angebot des Landkreises vom Februar 2020 angenommen, beide Kreiskliniken zu erwerben. Geselle: „Die GNH kann sich nun voll auf ihre Neuausrichtung fokussieren, in der die optimale medizinische Versorgung der Menschen in Kassel und der Region weiterhin im Mittelpunkt stehen wird.“

Auch nach dem Betriebsübergang wird die GNH den Landkreis unterstützen, damit er die für den Eigenbetrieb nötigen eigenen Strukturen erfolgreich aufbauen kann. „Wir stehen zu unserer Verantwortung für die Patientinnen und Patienten in der Region“, so GNH-Vorstandsvorsitzender Dr. Michael Knapp. „Ein Betriebsübergang ist für ein Krankenhaus äußerst komplex, daher ist es für uns selbstverständlich, dass wir in bestimmten Bereichen helfend zur Seite stehen, auch wenn wir mit dem Landkreis gern ein anderes Zielbild umgesetzt hätten.“

So ist geplant, dass die GNH für die Kreiskliniken über einen befristeten Zeitraum Dienstleistungen erbringt. Diese betreffen im Wesentlichen die weitere Bereitstellung des Krankenhausinformationssystems für die Kreiskliniken durch die GNH. Weiter werden befristet die Gehaltsabrechnung, der Einkauf, die Finanz- und Anlagenbuchhaltung sowie Managementleistungen der Servicegesellschaft ökomed erbracht. Auch die Versorgung durch die Apotheke, die Sterilisation und die Dienstleistung der Pathologie beabsichtigt der Landkreis weiter über die GNH zu beziehen. Die entsprechenden Dienstleistungsverträge werden derzeit vorbereitet.

Im Rahmen der Aufsichtsratssitzung wurden außerdem die Jahresabschlüsse der Gesundheit Nordhessen Holding AG und ihrer Beteiligungsgesellschaften festgestellt. Nach einem schwierigen Geschäftsjahr hat der GNH-Konzern mit einem Jahresdefizit von -11,2 Millionen Euro abgeschlossen. Zu dem negativen Ergebnis hat vor allem die Krankenhaussparte und hier die Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung im Landkreis Kassel und in Bad Arolsen beigetragen. Um für die Zukunft der GNH eine sehr gute Perspektive zu schaffen, hat der Vorstand im September 2019 einen Neuausrichtungskurs eingeschlagen, der konsequent verfolgt wird. Der Hauptgesellschafter, die Stadt Kassel, hat die GNH mit 63 Millionen Euro finanziell erheblich unterstützt und ihrem Gesundheitsunternehmen somit den finanziellen Spielraum für eine nachhaltige Neuausrichtung gegeben.

Ihre Ansprechpartnerinnen

Ulrike Meyer auf der Heide

Leiterin Unternehmens­kommunikation

Ulrike Meyer auf der Heide

Leiterin Unternehmens­kommunikation

Inga Eisel

Pressesprecherin

Inga Eisel

Pressesprecherin

Dr. Nina McDonagh

Pressesprecherin

Dr. Nina McDonagh

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