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Bauchspeicheldrüse

Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) liegt sehr versteckt hinter der eigentlichen Bauchhöhle direkt vor der Wirbelsäule. In ihrer direkten Umgebung finden sich viele lebenswichtige Blutgefäße. Die Bauchspeicheldrüse ist ein sehr weiches, ca. 15 cm langes Organ, welches in drei Abschnitte unterteilt wird: Pankreaskopf, Pankreaskörper und Pankreasschwanz. Grundsätzlich erfüllt die Bauchspeicheldrüse drei Aufgaben: sie bildet Enzyme für die Verdauung (exokrine Funktion), sie steuert die Blutzuckerregulation (endokrine Funktion) und sie neutralisiert im Zwölffingerdarm die Magensäure.

Zu den häufigsten Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse gehören akute und chronische Entzündungen (Pankreatitis) sowie gut- und bösartige Tumoren. In den letzten Jahren ist die Chirurgie bei den akuten Entzündungen der Bauchspeicheldrüse dank moderner endoskopischer und radiologischer Verfahren immer seltener notwendig. Bei den chronischen Entzündungen hingegen können sowohl Abflussbehinderungen als auch symptomatische Zysten oder schwer beeinflussbare Schmerzsyndrome eine Operation erforderlich machen. Die Beurteilung von Tumoren der Bauchspeicheldrüse erfordert eine besonders hohe interdisziplinäre Expertise, die am Klinikum Kassel vorhanden ist. Hier gilt es zwischen gutartigen, bösartigen und sogenannten Borderline-Tumoren zu unterscheiden und eine jeweils individuelle Behandlungsplanung vorzunehmen. 

Folgende Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse werden an unserer Klinik kompetent behandelt:

  • Komplikationen bei akuter und chronischer Bauchspeicheldrüsenentzündung 
  • Gutartige Raumforderungen (zystische Tumoren, endokrine Tumoren, Pseudotumoren bei chronischer Entzündung)
  • Borderline Tumoren, beispielsweise sogenannte IPMN vom Hauptgang- oder Seitengangtyp
  • Bösartige Tumoren und Metastasen anderer Krebsarten

PD Dr. med. Kia Homayounfar

Chefarzt

PD Dr. med. Kia Homayounfar

Chefarzt

Klinikdirektor der Allgemein- und Viszeralchirurgie