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Leistungsspektrum

Welche Patientinnen und Patienten diagnostizieren und behandeln wir?

In der Klinik fĂŒr Gastroenterologie, Endokrinologie, Diabetologie und Allgemeine Innere Medizin werden Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen des gesamten Magen-Darm-Traktes, d.h. von Speiseröhre, Magen, DĂŒnn- und Dickdarm, Leber, Gallenwegen und BauchspeicheldrĂŒse diagnostiziert und behandelt. Besondere Schwerpunkte sind die interventionelle Endoskopie und die Behandlung von Lebererkrankungen wie z.B. virusbedingte LeberentzĂŒndungen, Leberzirrhose und Lebertumore. DarĂŒber hinaus haben wir als weiteren Schwerpunkt die Gallengangsspiegelung (Cholangioskopie) und die Stuhltransplantation (FĂ€kaler Mikrobiota-Transfer) â€“ beides neue, innovative Methoden.

In 2021 und 2022 wurden alle sonographischen und endoskopischen GerÀte ausgetauscht und auf den neuesten technischen Stand gebracht.

Auch Tumorerkrankungen des Magen-Darm-Traktes werden bei uns in großer Zahl diagnostiziert und behandelt. Dies erfolgt sowohl in enger Zusammenarbeit mit der Klinik fĂŒr Allgemein- und Viszeralchirurgie als auch mit der Klinik fĂŒr Onkologie, HĂ€matologie und Immunologie. Die Zusammenarbeit erfolgt u.a. im Rahmen des nach den Richtlinien der DKG zertifizierten Darmkrebs- und Pankreaskarzinomzentrums. Zudem ist die Klinik fĂŒr Gastroenterologie, Endokrinologie, Diabetologie und Allgemeine Innere Medizin mit allen Funktionsbereichen nach DIN ISO 9001:2015 zertifiziert. Unsere intensive BeschĂ€ftigung mit Diagnostik und Therapie dieser Erkrankungen spiegelt sich auch darin wieder, dass die Klinik fĂŒr Gastroenterologie, Endokrinologie, Diabetologie und Allgemeine Innere Medizin sowohl Mitglied des Kompetenznetzes Darmerkrankungen als auch Mitglied des Kompetenznetzes Hepatitis und der Deutschen Leberstiftung ist.

Es besteht eine Übereinkunft mit allen anderen Kliniken, dass die Diagnostik (primĂ€r und ggfs. Follow-up im Verlauf) aller onkologischer Patientinnen und Patienten in der Klinik fĂŒr Gastroenterologie, Endokrinologie, Diabetologie und Allgemeine Innere Medizin erfolgt.

DarĂŒber erfolgt die Therapie von Tumoren in der Klinik fĂŒr Gastroenterologie, Endokrinologie, Diabetologie und Allgemeine Innere Medizin, sofern sie unter stationĂ€ren Bedingungen erfolgt und Bildgebung (z.B. Sonographie, Computertomographie, Magnetresonanztomographie) und/oder endoskopische Verfahren (z.B. aber nicht nur ERCP‘s, Endosonographien, Stentanlagen, Cholangioskopien u.a.) beinhaltet.

Patientinnen und Patienten, bei denen ein Tumorleiden durch die Ärztinnen und Ärzte der Klinik fĂŒr Gastroenterologie, Endokrinologie, Diabetologie und Allgemeine Innere Medizin erstdiagnostiziert oder erneut abgeklĂ€rt wurde, werden obligat in der Tumorkonferenz vorgestellt und dann ggfs., sofern eine Versorgung durch die Klinik fĂŒr Gastroenterologie, Endokrinologie, Diabetologie und Allgemeine Innere Medizin nicht erfolgt, der Onkologie, der Chirurgie und der Strahlentherapie zugeteilt.

FĂŒr die Tumordiagnostik und -therapie (siehe oben) stehen in der Klinik fĂŒr Gastroenterologie, Endokrinologie, Diabetologie und Allgemeine Innere Medizin 60 vollstationĂ€re Betten sowie 1 Bett auf der Medizinischen Intensivstation zur VerfĂŒgung (Stand 5/2019) und wird durch FachĂ€rztinnen und -Ă€rzte durchgefĂŒhrt.

Weiterhin werden in der Klinik fĂŒr Gastroenterologie, Endokrinologie, Diabetologie und Allgemeine Innere Medizin Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus ("Zuckerkrankheit") und mit Erkrankungen der hormonbildenden DrĂŒsen diagnostiziert und behandelt. Zu letzteren zĂ€hlen z.B. Erkrankungen der SchilddrĂŒse, der Nebenniere, der GehirnanhangsdrĂŒse und der NebenschilddrĂŒse. In WĂŒrdigung Ihrer Leistungen auf diabetologischem Gebiet ist die Klinik fĂŒr Gastroenterologie, Endokrinologie, Diabetologie und Allgemeine Innere Medizin zertifizierte Behandlungseinrichtung fĂŒr Typ 2 Diabetiker nach den aktuellen Richtlinien der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). Zudem ist die Klinik GrĂŒndungs- und Kernklinik des Diabeteszentrum Nordhessen.

Zum fachlichen Spektrum der Klinik fĂŒr Gastroenterologie, Endokrinologie, Diabetologie und Allgemeine Innere Medizin gehören auch die Infektionskrankheiten und die ErnĂ€hrungsmedizin (mit einem eigenem ErnĂ€hrungsteam). Neben der Diagnostik und Therapie sĂ€mtlicher Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen gehört auch die Allgemeine Innere Medizin zum Aufgabengebiet der Klinik fĂŒr Gastroenterologie, Endokrinologie, Diabetologie und Allgemeine Innere Medizin und zwar immer dann, wenn eine Zuordnung zu einem Fachgebiet (noch) nicht möglich ist. Dies geschieht in enger Kooperation mit allen anderen Fachabteilungen im Klinikum Kassel. 

Wichtigste Untersuchungsmethode ist die Endoskopie, die Spiegelung des Magen-Darm-Trakts mit vielen Möglichkeiten der Diagnostik (z. B. durch AnfĂ€rben) und Behandlung (Abtragung von Polypen durch das Endoskop etc.). 

Die Klinik fĂŒr Gastroenterologie, Endokrinologie, Diabetologie und Allgemeine Innere Medizin verfĂŒgt ĂŒber alle modernen technischen Einrichtungen bis hin zur Kapselendoskopie (endoskopische Videokapsel mit eingebauter Kamera) und Doppelballonenteroskopie, um den DĂŒnndarm schmerzfrei untersuchen und behandeln zu können.

Es wird das gesamte Spektrum der internistischen Ultraschall-Diagnostik angeboten: Diagnostische Sonografie des Abdomens, farbkodierte Duplex-Sonografie, Kontrastmittel-Sonografie, gezielte Punktionen zur Gewebeentnahme (Zytologie und Histologie), Legen von Drainagen, ultraschallgesteuerte Alkoholinjektion z.B. in Lebertumoren u.a.

Mit dieser Methode können wir indirekt das Ausmaß der Vernarbung einer erkrankten Leber bestimmen bzw. eine Vernarbung auch ausschließen. Diese nur wenige Minuten dauernde schmerzfreie Untersuchung macht so eine sonographisch gesteuerte Leberpunktion sehr hĂ€ufig ĂŒberflĂŒssig. Zudem besteht die Möglichkeit mittels der CAP-Sonde den Verfettungsgrad quantitativ zu beschreiben.

Seit 2016 verfĂŒgen wir in unserer Klinik mit dem Verfahren der Stuhltransplantation (fĂ€kaler Mikrobiomtransfer, FMT) ĂŒber eine zusĂ€tzliche Therapieoption zur Behandlung von Patienten mit wiederkehrenden, durch den Keim Clostridium difficile verursachten Durchfallerkrankungen. Bei diesem Verfahren wird der Stuhl speziell ausgewĂ€hlter, gesunder Spender aufbereitet und in der Regel mittels einer Darmspiegelung in den Dickdarm des Patienten ĂŒbertragen. Hierdurch kann, im Gegensatz zu einer erneuten medikamentösen Therapie, in der ĂŒberwiegenden Zahl der FĂ€lle oft schon durch eine einmalige Behandlung die Durchfallerkrankung erfolgreich beendet werden. Die Behandlung ist nicht nur effizient, sondern nach bisheriger Datenlage auch sicher und nebenwirkungsarm.

Alle Patienten erhalten in der Regel vor der Untersuchung eine "Beruhigungsspritze", so dass die Eingriffe als besonders schonend empfunden werden. WĂŒnscht ein Patient dies ausdrĂŒcklich nicht, wird das natĂŒrlich respektiert. Die Art und Dosierung des Beruhigungs- und/oder Schmerzmittels ist angepasst an die spezielle Untersuchung und richtet sich zudem nach Alter und Gesamtzustand des Patienten. Es handelt sich dabei nicht um eine Vollnarkose, da der Patient auch weiterhin spontan atmet. Zudem bleiben die eigenen Schutzreflexe wĂ€hrend der Untersuchung erhalten.

DarĂŒber hinaus verwenden wir in der Regel CO2 wĂ€hrend der Spiegelung statt Luft, sodass zum einen die Perforationsgefahr geringer ist, zum anderen die Patienten nach der erfolgten Untersuchung nicht mehr ĂŒber den sonst ĂŒblichen luftgeblĂ€hten Bauch klagen. Das liegt daran, dass CO2 ca. 300x schneller resorbiert wird als Luft.

Bei uns kommen ausschließlich hochauflösende Endoskope zur Anwendung.

Nach der Untersuchung wird jeder Patient in der zentralen Überwachungseinheit der Endoskopie ĂŒberwacht und entweder vom Transportdienst auf seine Station gebracht oder – bei ambulanten Untersuchungen – von einer Person seiner Wahl wieder abgeholt. Ambulante Patienten (und ggf. die Angehörigen) werden vor der Entlassung in einem persönlichen GesprĂ€ch vom Untersucher ĂŒber den Verlauf und die vorlĂ€ufigen Ergebnisse der Untersuchung oder Behandlung informiert.

Zu diagnostischen Zwecken ermöglicht diese Methode die hochauflösende Betrachtung der Schleimhaut, unterstĂŒtzt durch die virtuelle Chromoendoskopie und durch die Möglichkeit, mittels Punktion Gewebeproben zu gewinnen. Daneben dient diese Methode auch therapeutischen Zwecken: Behandlung von akuten Blutungen, Behandlung von Krampfadern der Speiseröhre mittels Gummibandligatur und Verödung, Aufweitung von Engstellen mittels Ballon oder Hartgummibougie, Einsetzen von Röhrchen zum Offenhalten ("Stent-Implantation") und Legen von z. B. PEG’s ("Perkutane endoskopische Gastrostomie") zur enteralen ErnĂ€hrung.

Eine Ultraschallsonde, die vom Patienten wie ein Endoskop zur Magenspiegelung "geschluckt" wird, dient der Beurteilung des oberen und unteren Magen-Darm-Trakts von innen. Hierzu stehen 2 verschiedene GerĂ€te zur VerfĂŒgung: Ein GerĂ€t mit einem radialen Schallkopf, mit dem z.B Tumorstadien von bösartigen Erkrankungen der Speiseröhre, des Magens, der BauchspeicheldrĂŒse und des Enddarms festgelegt werden. Ein weiteres GerĂ€t erzeugt ein longitudinales B-Bild, welches insbesondere zur Feinbeurteilung der GallengĂ€nge auf winzige Steinchen hin und zur ultraschallgesteuerten Punktion geeignet ist.

Die Darstellung der Gallenwege und des Pankreasganges ist verbunden mit der Möglichkeit der ZertrĂŒmmerung und Entfernung von Steinen aus beiden Gangsystemen, der Aufweitung (Dilatation) von Engstellen, dem Aufschneiden von Verengungen der MĂŒndung beider Gangsysteme ("Papillotomie") und dem Platzieren von Drainageröhrchen im Gallen- und Pankreasgang.

Mit der Cholangioskopie wird der „letzte weiße Fleck“ der Verdauungsorgane endoskopisch untersucht. Es gelingt damit die GallengĂ€nge bis in Verzweigungen hinein zu beurteilen, um krankhafte VerĂ€nderungen dort frĂŒhzeitig erkennen und Proben zu entnehmen. Auch Gallengangssteine können so unter Sicht zertrĂŒmmert werden und dem Patienten bleibt die Operation erspart. 

Die Spiegelung des Analkanals und des Enddarms wird zum einen diagnostisch, zum anderen therapeutisch z.B. zur Ligatur oder Verödung von HĂ€morrhoiden eingesetzt. 

Spiegelung des gesamten Dickdarms und der unteren Anteile des DĂŒnndarms. Diese Methode bedient sich der Möglichkeiten der hochauflösenden Endoskopie und der virtuellen Chromoendoskopie, der Argon-Beamer-Koagulation von Blutungen und der Polypenabtragung ("Polypektomie") u.a.

Bei dem Verfahren der Kapselendoskopie ("Video-Pille") handelt es sich um eine schmerzfreie Untersuchung des DĂŒnndarms ohne Strahlenbelastung: Der Patient schluckt eine wenige Millimeter kleine Kapsel mit eingebauter Kamera, die dank der Darmbewegung reibungs- und schmerzlos durch den Magen-Darm-Trakt wandert und auf natĂŒrlichem Wege ausgeschieden wird. Sie sendet wĂ€hrend der Passage durch den Darm Videosignale an ein EmpfangsgerĂ€t, das der Patient an einem GĂŒrtel um den Bauch trĂ€gt. Ein Computer verarbeitet anschließend die Daten und stellt einen Video-Clip des DĂŒnndarms her, den anschließend der Arzt begutachtet. Vorteile der Kapselendoskopie sind die Untersuchung des DĂŒnndarms auf seiner gesamten LĂ€nge von vier bis sechs Metern und die schmerzfreie Untersuchung ohne BetĂ€ubung. Dazu keine Strahlenbelastung und kein "Schlauch-Schlucken" sowie Bewegungsfreiheit wĂ€hrend der Untersuchung. Zu den Einsatzbereichen zĂ€hlen Blutungen unklaren Ursprungs, bei denen die endoskopische Untersuchung von Magen und Dickdarm keine Diagnose ergeben hat und der "mittlere Darm" als Ort der Blutung vermutet wird, KlĂ€rung eines auffĂ€lligen Röntgenbefundes sowie Verdacht auf eine chronische DĂŒnndarmentzĂŒndung wie z.B. auf einen Morbus Crohn.

Mit der Doppelballon-Enteroskopie (DBE) wird der gesamte DĂŒnndarm entweder absteigend (d.h. von oral) oder aufsteigend (d.h. von anal) untersucht. WĂ€hrend der Untersuchung können Gewebeproben aus dem Darm entnommen, Polypen abgetragen und z.B. blutende kleine GefĂ€ĂŸmissbildungen (Angiodysplasien) mittels Argonplasmakoagulation verödet werden. FĂŒr die orale Untersuchung bleibt der Patient nur morgens nĂŒchtern, fĂŒr die anale Untersuchung wird er wie zur Koloskopie mit einer DarmsĂ€uberung vorbereitet. Typische GrĂŒnde, diese Untersuchung durchzufĂŒhren sind: auffĂ€llige Befunde bei einer Kapselendoskopie, Blutarmut durch Eisenmangel, Suche nach blutenden GefĂ€ĂŸmissbildungen, Verdacht auf DĂŒnndarmtumore, Verdacht auf Morbus Crohn, chronische DurchfĂ€lle u.a.

FĂŒr den oberen und unteren Magen-Darmtrakt gibt es eine Reihe von gering- bis nicht-invasiven Verfahren, die zum Teil auch ambulant erfolgen können. Insbesondere Erkrankungen der Speiseröhre, Funktionsstörungen des Magens und Dickdarms, Stuhlinkontinenz und chronische Verstopfung, aber auch Syndrome, die durch Verdauungsstörungen bedingt sind (Malassimilationssyndromen) sind die DomĂ€ne der gastroenterologischen Funktionsdiagnostik. Die angebotenen Verfahren im Einzelnen:

  • High-Resolution-Ösophagus-Manometrie (HRM):
    Die High-Resolution-Ösophagus-Manometrie (HRM) dient der Diagnostik von Schluckstörungen und erfasst MotilitĂ€tsstörungen (Störungen der Peristaltik/des Bewegungsvermögens) der Speiseröhre. Sie wird als ergĂ€nzende Methode bei der Erkennung von definierten Krankheitsbildern eingesetzt wie z.B. bei der Diagnostik von Schluckstörungen, der Refluxkrankheit, der Achalasie (fehlende Öffnung des Mageneingangs beim Schluckakt), des nicht herz-bedingten Brustschmerzes, der Beteiligung der Speiseröhre bei Kollagenosen (eine Form von rheumatischen Erkrankungen) und vor geplanten Operationen wie einer Fundoplikatio. Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten.
  • 24-Stunden-pH-Metrie einschließlich Impedanz-Messung: Die pH-Metrie der Speiseröhre erfolgt als 24-Stunden-Messung, da insbesondere dynamische VorgĂ€nge wĂ€hrend der Kontaktzeit der MagensĂ€ure mit der Speiseröhrenschleimhaut unter individuellen LebensumstĂ€nden beurteilt werden sollen. Die Impedanz-Messung dient in der Regel dem AufspĂŒren eines nicht-sauren Refluxes aus dem Magen in die Speiseröhre, wodurch die Diagnose einer gastroösophagealen Refluxkrankheit auch bei Patienten gestellt werden kann, deren Reflux keine SĂ€ure enthĂ€lt oder nur schwach sauer ist. Eingesetzt wird die Untersuchung in der Diagnostik und Differentialdiagnostik der gastroösophagealen Refluxkrankheit, insbesondere wenn sĂ€ureblockierende Medikamente in ĂŒblicher Dosis nicht ausreichend wirken. Die Messung erfolgt mit einer dĂŒnnen Sonde, die ĂŒber die Nase in die Speiseröhre eingefĂŒhrt wird und dort 24 Stunden verweilt, wĂ€hrend der Patient wie sonst auch essen und trinken kann.
  • Anorektale Funktionsuntersuchungen des Afters und Mastdarms:
    Die anorektale Manometrie gehört zur Basisdiagnostik der Stuhlinkontinenz. Sie dient der qualitativen Beurteilung des "analen Kontinenzorgans" und gibt wertvolle Hinweise beim Verdacht auf anorektale Inkontinenz, "Outlet-Obstipation" (= anorekale Entleerungsstörung) und Rektumprolaps. Sie wird auch vor und nach operativen Eingriffen am Enddarm durchgefĂŒhrt. Da die Untersuchung immer zusammen mit einer umfassenden Darmdiagnostik gewertet werden sollte wie Koloskopie, Proktoskopie, DefĂ€kographie, dynamisches Becken-Boden-MRT, fĂŒhren wir die Untersuchung in der Regel wĂ€hrend eines stationĂ€ren Aufenthaltes durch.
  • H2-Atemtests:
    Wasserstoff (H2) entsteht im Darm durch bakterielle Fermentation und kann in der Ausatmungs-Luft mit Hilfe eines speziellen H2-AtemtestgerĂ€tes gemessen werden. Mit Hilfe von H2-Atemfunktionstests können NahrungsmittelunvertrĂ€glichkeiten wie die MilchzuckerunvertrĂ€glichkeit (Laktose-Intoleranz), die FruchtzuckerunvertrĂ€glichkeit (Fruktose-Intoleranz), die Sorbit-Intoleranz und die generelle Malabsorption (H2-Atemtest mit D-Xylose) diagnostiziert werden. Sie dienen auch als Indikator fĂŒr bakterielle DĂŒnndarmĂŒberwucherungen (H2-Atemtest mit Glukose) und zur Bestimmung der Transitzeit, welche die Nahrung fĂŒr den Weg vom Mund bis zum Anfang des Dickdarms benötigt (H2-Atemtest mit Laktulose).
  • Markertests:
    Markertests dienen der Bestimmung der Dickdarm-Passagezeit und damit der Diagnostik des Kolon-Bewegungsvermögens im Sinne einer "Slow-Transit-Obstipation". Sie können zur differenzialdiagnostischen AbklĂ€rung bei Patienten mit chronischer Verstopfung wertvolle Hinweise geben. Der Patient nimmt ĂŒber einige Tage verteilt eine definierte Zahl von röntgendichten Markern ein, dann erfolgt eine Röntgenaufnahme des Bauchs mit Darstellung der verschluckten und noch nicht ausgeschiedenen Marker. Diese Untersuchung wird gemeinsam mit den Ă€rztlichen Kollegen des Zentrums fĂŒr Radiologie im Klinikum Kassel durchgefĂŒhrt.

Welche Erfahrung haben wir?

Im Jahre 2018 wurden ca. 6.000 sonografische und duplexsonographische sowie ca. 9.000 endoskopische Untersuchungen in der Klinik fĂŒr Gastroenterologie, Endokrinologie, Diabetologie und Allgemeine Innere Medizin durchgefĂŒhrt. Diese Leistungen werden ausschließlich von Gastroenterologen und von Internisten in fortgeschrittener Weiterbildung zum Gastroenterologen erbracht. Diese Ärzte besetzen auch einen endoskopischen 24-Stunden-Bereitschaftsdienst, der "rund ums Jahr" eine kompetente Betreuung der uns anvertrauten Patienten gewĂ€hrleistet.

Die Klinik fĂŒr Gastroenterologie, Endokrinologie, Diabetologie und Allgemeine Innere Medizin einschließlich der Endoskopie, der Sonographie und des gastroenterologischen Funktionslabors sind nach DIN ISO 9001: 2015 zertifiziert.

Prof. Dr. med. Frank Schuppert

Chefarzt

Prof. Dr. med. Frank Schuppert

Chefarzt

Klinikdirektor der Klinik fĂŒr Gastroenterologie, Endokrinologie, Diabetologie und Allgemeine Innere Medizin