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Veranstaltungsrückblicke

Hörtag 2017

Gutes Hören ist ein wesentlicher Bestandteil der Lebensqualität. Das Ohr gehört mit zu den hochentwickelten und sehr empfindlichen Organen des menschlichen Körpers. Seine Aufgabe besteht im Erfassen und Weitergeben von Schallsignalen, die dann im Gehirn analysiert bzw. verarbeitet werden, so dass „Hören“ entsteht. Außerdem beherbergt das Ohr den Gleichgewichtssinn, eine weitere sehr wichtige Funktion des Körpers.

Über 50 Interessierte besuchten am 23. Juni 2017 den „1. Kasseler Hörtag“ im Klinikum Kassel. Der Hörtag bot Fachvorträge für interessierte Laien und für Experten, Hörtests, und Zeit für den Austausch mit Patienten und Fachleuten.

Prof. Dr. Ulrike Bockmühl, Direktorin der HNO-Klinik, stellte die verschiedenen Arten von Hörstörungen und deren Behandlungen vor. Viele Erkrankungen des Mittelohres werden operativ behandelt, wie z.B. die Otosklerose (Verknöcherung der Gehörknöchelchen), an der vermutlich auch L. v. Beethoven gelitten hatte. Dr. Elmar Spyra, Chefarzt der Abteilung Hörstörungen, Tinnitus, Schwindel und Cochlea-Implantate der MEDIAN Klinik am Burggraben Bad Salzuflen, hob in seinem Beitrag hervor, dass sich eine Schwerhörigkeit oft sehr langsam entwickelt und gerade deshalb erst spät bemerkt wird, obwohl sie schon das soziale Leben und den Beruf einschränkt. Dr. Guido Reetz, Audiologe der HNO-Klinik, stellte die verschiedenen Hörimplantate und Indikationen vor. Franca Domes, Bereichsleiterin Logopädie im ASKLEPIOS Bildungszentrum für Gesundheitsfachberufe Nordhessen, berichtete, mit Beispielen aus der Praxis, über Hör-Rehabilitation nach der Versorgung mit Cochlea-Implantat (CI). Peter Dieler, leitender Audiotherapeut der MEDIAN Klinik am Burggraben, spannte den Bogen von der Bedeutung von Hörverlust in der Kommunikation und im sozialen Leben, zur umfassenden Hör-Rehabilitation. Mehrere Träger von Hörhilfen (Hörgeräte, CI) berichteten von ihrem eigenen Weg mit Hörverlust. Neben den Vorträgen blieb genug Zeit zum Austausch zwischen allen Beteiligten.

26. Jahrestagung der Vereinigung Mitteldeutscher Hals-Nasen-Ohrenärzte

Wir blicken auf eine äußerst erfolgreiche Tagung zurück, bei der 263 Hals-Nasen-Ohrenärzte aus den Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Thüringen, Hessen und Niedersachsen, freudig 2 intensive Tage des wissenschaftlichen Austausches und der kollegialen Kommunikation im Ständehaus in Kassel verbrachten. Als Präsidentin der Vereinigung der Mitteldeutschen HNO-Ärzte wurde der Kongress von Frau Professor Bockmühl eröffnet. Grußworte überbrachten für den Oberbürgermeister der Stadt Kassel, Frau Kalveram, für die Gesundheit Nordhessen, der Vorstandsvorsitzenden Herrn Honsel und für den Berufsverband der HNO-Ärzte Frau Dr. Lundershausen. Ein besonderer Höhepunkt war die Festrede eines der „Väter“ der Stadt, des ehemaligen Oberbürgermeisters, Hessischen Ministerpräsidenten und Bundesfinanzministers Hans Eichel.

Neben Hauptvorträgen, Rundtischgeprächen und Falldiskussionen mit Experten gab es viele freie Vorträge und 40 Posterpräsentationen. Das Programm wurde von 9 Seminaren flankiert, die Fort- und Weiterbildungscharakter hatten und nicht nur für HNO-Ärzte, sondern auch für Arzthelferinnen, Gesundheits- und Krankenpfleger/innen und Logopäden interessant waren.

Die HNO-Klinik des Klinikum Kassel hat den Kongress durch 3 Seminare, 2 Rundtischgespräche und 10 Posterpräsentationen aktiv mitgestaltet. Einen der Posterpreise erhielt das Poster „Tod drill or not to drill“ aus der HNO-Klinik des Klinikums Kassel, das die Ergebnisse spezieller Nasennebenhöhlen-Operationen, welche die Expertise von Frau Professor Bockmühl sind, darstellte. Die Untersuchungen dazu waren von zwei Gastärzten der HNO-Klinik aus China und Indien durchgeführt worden.

Neben dem wissenschaftlichen Programm gab es abends auch Zeit zum geselligen Austausch bei einem Orgelkonzert in der Martinskirchemit dem Kantor Eckehard Manz, einer Führung durch den Bergpark mit beleuchteten Wasserspielen sowie speziellen Documenta-Führungen.