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VeranstaltungsrĂŒckblicke

Repetitorium Otorhinolaryngologicum 2019

Hörtag 2017

Gutes Hören ist ein wesentlicher Bestandteil der LebensqualitĂ€t. Das Ohr gehört mit zu den hochentwickelten und sehr empfindlichen Organen des menschlichen Körpers. Seine Aufgabe besteht im Erfassen und Weitergeben von Schallsignalen, die dann im Gehirn analysiert bzw. verarbeitet werden, so dass „Hören“ entsteht. Außerdem beherbergt das Ohr den Gleichgewichtssinn, eine weitere sehr wichtige Funktion des Körpers.

Über 50 Interessierte besuchten am 23. Juni 2017 den „1. Kasseler Hörtag“ im Klinikum Kassel. Der Hörtag bot FachvortrĂ€ge fĂŒr interessierte Laien und fĂŒr Experten, Hörtests, und Zeit fĂŒr den Austausch mit Patienten und Fachleuten.

Prof. Dr. Ulrike BockmĂŒhl, Direktorin der HNO-Klinik, stellte die verschiedenen Arten von Hörstörungen und deren Behandlungen vor. Viele Erkrankungen des Mittelohres werden operativ behandelt, wie z.B. die Otosklerose (Verknöcherung der Gehörknöchelchen), an der vermutlich auch L. v. Beethoven gelitten hatte. Dr. Elmar Spyra, Chefarzt der Abteilung Hörstörungen, Tinnitus, Schwindel und Cochlea-Implantate der MEDIAN Klinik am Burggraben Bad Salzuflen, hob in seinem Beitrag hervor, dass sich eine Schwerhörigkeit oft sehr langsam entwickelt und gerade deshalb erst spĂ€t bemerkt wird, obwohl sie schon das soziale Leben und den Beruf einschrĂ€nkt. Dr. Guido Reetz, Audiologe der HNO-Klinik, stellte die verschiedenen Hörimplantate und Indikationen vor. Franca Domes, Bereichsleiterin LogopĂ€die im ASKLEPIOS Bildungszentrum fĂŒr Gesundheitsfachberufe Nordhessen, berichtete, mit Beispielen aus der Praxis, ĂŒber Hör-Rehabilitation nach der Versorgung mit Cochlea-Implantat (CI). Peter Dieler, leitender Audiotherapeut der MEDIAN Klinik am Burggraben, spannte den Bogen von der Bedeutung von Hörverlust in der Kommunikation und im sozialen Leben, zur umfassenden Hör-Rehabilitation. Mehrere TrĂ€ger von Hörhilfen (HörgerĂ€te, CI) berichteten von ihrem eigenen Weg mit Hörverlust. Neben den VortrĂ€gen blieb genug Zeit zum Austausch zwischen allen Beteiligten.

26. Jahrestagung der Vereinigung Mitteldeutscher Hals-Nasen-OhrenÀrzte

Wir blicken auf eine Ă€ußerst erfolgreiche Tagung zurĂŒck, bei der 263 Hals-Nasen-OhrenĂ€rzte aus den LĂ€ndern Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, ThĂŒringen, Hessen und Niedersachsen, freudig 2 intensive Tage des wissenschaftlichen Austausches und der kollegialen Kommunikation im StĂ€ndehaus in Kassel verbrachten. Als PrĂ€sidentin der Vereinigung der Mitteldeutschen HNO-Ärzte wurde der Kongress von Frau Professor BockmĂŒhl eröffnet. Grußworte ĂŒberbrachten fĂŒr den OberbĂŒrgermeister der Stadt Kassel, Frau Kalveram, fĂŒr die Gesundheit Nordhessen, der Vorstandsvorsitzenden Herrn Honsel und fĂŒr den Berufsverband der HNO-Ärzte Frau Dr. Lundershausen. Ein besonderer Höhepunkt war die Festrede eines der „VĂ€ter“ der Stadt, des ehemaligen OberbĂŒrgermeisters, Hessischen MinisterprĂ€sidenten und Bundesfinanzministers Hans Eichel.

Neben HauptvortrĂ€gen, RundtischgeprĂ€chen und Falldiskussionen mit Experten gab es viele freie VortrĂ€ge und 40 PosterprĂ€sentationen. Das Programm wurde von 9 Seminaren flankiert, die Fort- und Weiterbildungscharakter hatten und nicht nur fĂŒr HNO-Ärzte, sondern auch fĂŒr Arzthelferinnen, Gesundheits- und Krankenpfleger/innen und LogopĂ€den interessant waren.

Die HNO-Klinik des Klinikum Kassel hat den Kongress durch 3 Seminare, 2 RundtischgesprĂ€che und 10 PosterprĂ€sentationen aktiv mitgestaltet. Einen der Posterpreise erhielt das Poster „Tod drill or not to drill“ aus der HNO-Klinik des Klinikums Kassel, das die Ergebnisse spezieller Nasennebenhöhlen-Operationen, welche die Expertise von Frau Professor BockmĂŒhl sind, darstellte. Die Untersuchungen dazu waren von zwei GastĂ€rzten der HNO-Klinik aus China und Indien durchgefĂŒhrt worden.

Neben dem wissenschaftlichen Programm gab es abends auch Zeit zum geselligen Austausch bei einem Orgelkonzert in der Martinskirchemit dem Kantor Eckehard Manz, einer FĂŒhrung durch den Bergpark mit beleuchteten Wasserspielen sowie speziellen Documenta-FĂŒhrungen.