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Klinische Psychologie

Die Klinische Psychologie befasst sich mit psychischen Belastungen und den psychischen Aspekten körperlicher Erkrankungen. 

Sie umfasst Diagnostik, Beratung und evidenzbasierte Interventionen im Rahmen von Akutversorgung, Rehabilitation und Gesundheitsförderung.

Ein Schlaganfall ist primär eine neurologische Erkrankung – kann jedoch erhebliche psychische Auswirkungen haben. In der Akutphase treten häufig Belastungsreaktionen, Angst, depressive Symptome, Anpassungsschwierigkeiten oder Beeinträchtigungen in der Krankheitsverarbeitung auf. Auch kognitive Veränderungen, verminderte Belastbarkeit oder Motivationsschwierigkeiten können den weiteren Verlauf beeinflussen.

Psychische Faktoren wirken direkt auf Aktivierung, Therapiebereitschaft, Kooperationsfähigkeit und damit auf den gesamten Behandlungsprozess. Eine  frühzeitige differenzierte klinisch-psychologische Einschätzung ist daher integraler Bestandteil unserer neurologischen Akutbegleitung.

Unsere Schwerpunkte

Diagnostische Einschätzung
Strukturierte Gespräche, standardisierte Verfahren und kontextbezogene Verhaltensbeobachtung ermöglichen eine präzise Erfassung individueller Belastungs- und Schutzfaktoren.

Krisenbegleitung und Beratung
Wir unterstützen Patient*innen in der emotionalen Verarbeitung der akuten Situation, fördern Orientierung und stärken vorhandene Ressourcen. Bei Bedarf erfolgen traumafachbezogene stabilisierende Interventionen. Im Bedarfsfall besteht die Möglichkeit einer Weitervermittlung an den psychiatrischen Konsiliardienst im Hause.  

Gesundheitspsychologische Unterstützung
Stress, chronische Überlastung und fehlende Regenerationsräume sind häufige Begleitfaktoren. Wir helfen dabei, individuelle Stressmuster zu erkennen, Belastungsgrenzen wahrzunehmen und angemessene Bewältigungsstrategien zu entwickeln.

Ressourcen- und Zukunftsorientierung
Themen wie Selbstfürsorge, Lebensbalance, realistische Zielanpassung und soziale Einbindung werden strukturiert reflektiert, um tragfähige Perspektiven für den weiteren Rehabilitationsprozess zu schaffen.

Systemische Aspekte werden dabei stets berücksichtigt – Angehörige können bei Bedarf einbezogen werden, um ein unterstützendes Umfeld zu fördern.

Ziel unserer Arbeit

Die Reduktion psychosozialer Risikofaktoren, die Stärkung individueller Handlungsspielräume und die Förderung einer stabilen inneren Grundlage für den weiteren Behandlungs- und Rehabilitationsverlauf.

Ihre Ansprechpartnerin

Margit Mattausch

M. Sc. Klinische Psychologie

Margit Mattausch

M. Sc. Klinische Psychologie

Leitung Ergotherapie (Neurologie)

Systemische Therapie | Change Management | Spezialisierte Traumafachberatung (DeGPT) i. W.