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Angebote für Kinder & Jugendliche

Mentor*innen sind junge Erwachsene, die als Kinder oder Jugendliche selbst einmal onkologisch erkrankt waren und nun akut erkrankten Patient*innen und ihren Familien in der Kinderonkologie zeigen, dass man wieder gesund werden kann. Solche Begegnungen zwischen ehemals Erkrankten und Patient*innen von heute können eine sehr große Bedeutung haben, um Mut und Hoffnung zu vermitteln.

Getreu dem Motto: „Patient*innen helfen Patient*innen“ haben wir eine große Gemeinsamkeit – unsere Krebserkrankung.

Mit Beginn des Jahres 2022 engagieren sich ehemalige Patient*innen der Kinderonkologie als Mentor*innen auch bei uns hier in Kassel. Die ehemals Erkrankten möchten bereits während der Zeit der Erkrankung Ansprechperson sein und Hilfestellung geben.

Auch darüber hinaus in der Nachsorge bieten sie an, Ansprechperson zu sein, z.B. als Begleitung bei Freizeiten oder Ausflügen.

Zudem vernetzen sie sich im Mentoren-Netzwerk der Deutschen Kinderkrebsstiftung mit anderen Mentor*innen aus ganz Deutschland.

Das Projekt wird vom Verein für krebskranke Kinder Kassel e.V. betreut und finanziert. Bei Fragen hierzu wenden Sie sich bitte an den Vorstand des Vereins. 

Im Spielzimmer steht den Kindern ein reiches Sortiment an Spielzeug, Brettspielen und Büchern zur Verfügung. Sie werden dabei von Sibylle Knoch und Florian Wurst liebevoll betreut. Aktivität, Spaß und Ablenkung helfen unseren Patient*innen, ihre Krankheit und die Kliniksituation besser zu bewältigen. Die Eltern können sich solange eine kleine „Auszeit“ nehmen, da sie ihre Kinder in fürsorglichen und professionellen Händen wissen. Unser Anliegen ist es, die Kinder und Eltern in ihrer Situation zu unterstützen und ihnen durch unsere pädagogischen Angebote ein gewisses Maß an kindlichem Alltag zu erhalten.

Jugendzimmer: In unserer neuen Klinik ist ein Jugendzimmer eingerichtet, in dem auch unsere älteren Patient*innen – ungestört von den „Kleinen“ – für sich sein können, „chillen“ und chatten, sich an einem Boxsack austoben oder einfach nur auf dem Sofa abhängen dürfen.

Bei einigen Therapien oder Bluttransfusionen oder auch bei Fieber dürfen die Kinder manchmal das Krankenzimmer nicht verlassen. In solchen Fällen findet die Spielbetreuung direkt am Krankenbett statt: Florian kommt mit dem Lieblingsspielzeug vorbei oder liest etwas vor.

Lachen hilft heilen: Spätestens seit dem Kinofilm „Patch Adams“ mit Robin Williams in der Hauptrolle sind Klinikclowns auch in Deutschland einem breiten Publikum bekannt. In diesem Film, der auf einer wahren Geschichte beruht, vertritt der Mediziner Patch Adams die These, dass man auch mit Humor und Lachen heilen kann – und der Erfolg gibt ihm recht.

Inzwischen belegen Studien der Wissenschaft vom Lachen (Gelotologie), dass sich Lachen positiv auf Körper und Seele auswirkt. Den Clowns gelingt es, die Patient*innen zum Lachen zu bringen, stärken dadurch ihre Selbstheilungskräfte und lenken sie von ihren Schmerzen und dem Klinikalltag ab. Damit ist die Clownarbeit ein wichtiger Mosaikstein für den Gesamtplan der Therapien.

Von dem positiven Effekt profitieren auch die Eltern, die für eine Zeit ihre Sorgen zurückstellen können, wenn sie ihre Kinder trotz der Erkrankung lachen sehen. Auch Pflegekräfte und Ärzt*innen spüren die Nachwirkungen der entspannten Situation, die durch die Anwesenheit der Klinikclowns entsteht. Finanziert werden unsere Klinikclowns vom Verein „Verein krebskranke Kinder e.V.“.

Der Ansatz der Psychomotorik ist erlebnisorientiert und sieht das Kind als eigenständiges, aktives wie auch selbstbestimmtes Wesen an, dass sich die Welt über Bewegung sinnlich aneignet. Somit hat die Bewegung im Kindesalter einen enorm hohen Stellenwert. Leidet ein Kind unter Einschränkungen in der Bewegung, erfährt es motorische Unterlegenheit, Ängstlichkeit und Unsicherheit, so wird auch das Gefühl der Hilflosigkeit aufkeimen. Psychomotorische Förderung durch Motologie kann dies verhindern. Wir bieten diese Form der psychomotorischen Förderung zweimal in der Woche auf Station an. 

Die psychomotorische Förderung richtet sich an all unsere Patient*innen, sei es stationär, ambulant oder in der Nachsorge. Sie stellt eine Ergänzung zu den bereits bestehenden Therapiemaßnahmen dar und ist an die Bedürfnisse und Entwicklungsstufen der einzelnen Kinder angepasst. Die Aktivitäten beziehen sich auf die Bereiche Motorik, Emotion, Motivation, Kognition, Kommunikation und soziale Interaktion. Den Kindern werden in diesen Aktivitäten positive Körpererfahrungen und Körperwahrnehmung vermittelt, wodurch sie lernen, die eigene körperliche Situation anzunehmen und nicht nur krank, sondern auch aktiv zu sein. Dadurch wird die eigene Lebensqualität gesteigert und die Lust an der Bewegung wiedergewonnen, was eine positive Körpererfahrung während der onkologischen Therapie vermittelt.

Unseren Jugendlichen steht ein öffentlicher WLAN-Zugang zur Verfügung.

Du musst kein Obst sein, um zu helfen: Unter diesem Motto findet einmal pro Woche der „Fruchtalarm“ auf unserer Kinderonkologie statt. Hier können junge Krebspatient*innen gemeinsam mit dem „Fruchtalarm“-Team an einer mobilen Cocktailbar fruchtige (und natürlich alkoholfreie) Cocktails nach ihren Wünschen mixen. 

Beim „Fruchtalarm“ werden aus verschiedenen Säften und Nektaren, Sirupsorten und Eiswürfeln, bunte und geschmacksintensive Fruchtcocktails kreiert. Die leckeren Drinks mixen die jungen Patient*innen direkt am Krankenbett nach den eigenen Wünschen. „Fruchtalarm“ fördert so die Aktivität, Selbstbestimmung und Lebensfreude und bietet in einem fremdbestimmten Klinikalltag eine Abwechslung für die schwer erkrankten Kinder und Jugendlichen. Durch die Chemotherapie, die die Patient*innen passiv über sich ergehen lassen müssen, ist die so wichtige Flüssigkeitsaufnahme oft erschwert. „Fruchtalarm“ hilft, die notwendige Kraft für weitere Behandlungen zurückzugewinnen und bringt Freude und eine bunte Abwechslung in den Klinikalltag.

Das Kinderkrebsprojekt „Fruchtalarm“ ist im Jahr 2010 aus der Betroffenheit einer Bielefelder Familie entstanden und finanziert sich rein über Spenden. „Diesen Kindern Glücksmomente schenken“, das war und ist das Ziel des Projektinitiators, der immer noch als Projektvorstand tätig ist. Soziale Trägerin des Projektes ist seit 2012 die von-Laer-Stiftung in Bielefeld. Seitdem rollt die mobile Kindercocktailbar einmal wöchentlich über die Flure von 17 Kinderonkologien in ganz Deutschland. Am 21. März 2016 startete der „Fruchtalarm“ auch in der Kinderonkologie in Kassel und findet seither jeden Montagnachmittag statt.

Mehr erfahren Sie unter www.fruchtalarm.info

Jeden Wochentag um 19:00 Uhr gibt es ein besonderes Ereignis, auf das die Kinder schon sehnsüchtig den Nachmittag über warten: Das Sandmännchen kommt in die Patientenzimmer, erzählt ein Märchen oder liest eine Geschichte vor. Dieses von den Kindern sehr geliebte Ritual organisiert und finanziert die Elterninitiative „Verein für krebskranke Kinder Kassel e.V.“

Kontakt

Psychosozialer Dienst

Theresa Vey
E-Mail: theresa.vey(at)gnh.net

Charlotte Schlüter
E-Mail: charlotte.schlueter(at)gnh.net

Telefon: 0561 980-19927

Ihre Ansprechpartner*innen

Florian Wurst
E-Mail: florian.wurst(at)gnh.net

Sibylle Knoch
E-Mail: sibylle.knoch(at)gnh.net

Telefon: 0561 980-17593

Medizinische AnsprechpartnerinFrau Dr. med. Martina Rodehüser