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Bruststraffung (Mastopexie)

Mit zunehmendem Alter, nach Schwangerschaft und Stillzeit oder nach deutlicher Gewichtsabnahme kann sich die Brustform verändern. Gewebeverlust, Hauterschlaffung und Absinken der Brust führen oft dazu, dass Patientinnen ihre Brust als weniger attraktiv oder störend empfinden. Die Bruststraffung (Mastopexie) hebt die abgesunkene Brust, formt sie neu und bringt den Brustwarzenhof in eine natürliche, höherliegende Position. Bei Bedarf kann der Warzenhof gleichzeitig harmonisch verkleinert werden. In unserer Klinik wird die Mastopexie nach klar definierten Qualitätsstandards und unter Einsatz etablierter mikro- und makrochirurgischer Konzepte durchgeführt. Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose und dauert in der Regel circa 2 Stunden.

 

Ablauf des Eingriffs

Vor der Operation erfolgt die exakte Anzeichnung der Schnittführung und der zukünftigen Brustwarzenposition im Stehen. Die späteren Narben verlaufen typischerweise: um den Brustwarzenhof, senkrecht nach unten bis zur Unterbrustfalte und – je nach Brustform – kurz oder vollständig entlang der Unterbrustfalte (T- bzw. L-Technik). Während des Eingriffs wird zunächst überschüssige Haut entfernt, anschließend erfolgt die neue Positionierung der Brustwarze. Der Drüsenkörper wird modelliert, um eine harmonische, stabile Brustform zu erreichen. Zusätzlich kann – wenn sinnvoll – seitliches Brustgewebe in das Zentrum verlagert werden, um natürliches Volumen und eine verbesserte Stabilität zu erzielen. Die Brustdrüse wird von innen durch Nahttechniken stabilisiert und geformt. Die Haut wird mit selbstauflösenden Nähten verschlossen und Drainagen eingesetzt, um Wundflüssigkeit nach außen abzuleiten.

 

Risiken und mögliche Komplikationen

Wie bei jedem chirurgischen Eingriff gibt es auch bei der Bruststraffung allgemeine Operationsrisiken. Dazu gehören unter anderem:

  • Blutergüsse oder Nachblutungen
  • Wundheilungsstörungen und Infektionen
  • Thrombose und Embolie
  • auffällige oder verbreiterte Narbenbildung

Spezifische Risiken der Mammareduktion können sein:

  • leichte Asymmetrien der Brustform oder Narben
  • Veränderungen der Form oder Position der Brustwarze
  • selten eine vorübergehende oder anhaltende Sensibilitätsveränderung an Brustwarze und Haut
  • in Einzelfällen eine Beeinträchtigung der späteren Stillfähigkeit

In der Mehrzahl der Fälle bleiben Gefühl und Stillfähigkeit erhalten. Etwaige individuelle Besonderheiten werden im Aufklärungsgespräch ausführlich besprochen.

 

Aufenthalt und Nachbehandlung

Die meisten Patientinnen empfinden die Schmerzen nach der Brustverkleinerung als mäßig und gut beherrschbar mit üblichen Schmerzmitteln.

Mehrere Stunden nach der Narkose ist ein erstes Aufstehen mit Unterstützung möglich. 

Drainagen können meist am 2. bis 3. postoperativen Tag entfernt werden.

Üblicherweise planen wir einen stationären Aufenthalt von etwa 1–3 Tagen ein. 

Der Tapeverband wird nach 5–7 Tagen gewechselt oder entfernt.

Direkt nach der Operation erhalten Sie einen speziellen Stütz-BH, der über einen Zeitraum von etwa 6 Wochen Tag und Nacht getragen werden sollte. 

Schwere körperliche Belastungen und Sport sollten in dieser Zeit vermieden oder nur nach ärztlicher Rücksprache wieder aufgenommen werden.

 

Kostenübernahme durch die Krankenkasse

Eine Bruststraffung ist in der Regel ein ästhetischer Eingriff und wird daher nicht von den Krankenkassen übernommen. Liegen jedoch medizinische Gründe wie chronische Beschwerden oder therapieresistente Hautveränderungen vor, kann eine Einzelfallprüfung erfolgen. Wir unterstützen Sie gerne: Im Rahmen der Sprechstunde erfolgt eine medizinische Beurteilung und Fotodokumentation. Wir können einen ärztlichen Bericht zur Vorlage bei Ihrer Krankenkasse erstellen. Bitte bringen Sie zu Ihrem Termin – sofern vorhanden – Vorbefunde mit.

 

Terminvereinbarung und Kontakt

Gerne beraten wir Sie ausführlich in unserer plastisch-chirurgischen Sprechstunde zur Bruststraffung.

Prof. Dr. med Amir K. Bigdeli

Chefarzt

Prof. Dr. med Amir K. Bigdeli

Chefarzt