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Konsiliardienst

„Dem Körper nicht weniger - der Seele mehr Aufmerksamkeit schenken“ <br>(Weiss & English, 1949)

Bis zu 30% aller Patientinnen und Patienten im Krankenhaus leiden unter behandlungsbedürftigen psychischen und psychosomatischen Störungen und Problemen.

Für die psychosomatische Diagnostik und ggf. Mitbehandlung stationär in der Klinik behandelter Patientinnen und Patienten unterhält unsere Klinik gemeinsam mit der Klinik für Psychiatrie einen Konsiliar- und Liaisondienst bestehend aus erfahrenen Konsiliar-Ärztinnen. Dieser Dienst steht auf Zuweisung der behandelnden Ärztinnen und Ärzte allen erwachsenen Patienten des Klinikums zur Verfügung.

Die Aufgaben unseres Konsildienstes liegen in der Diagnostik und Mitbehandlung bei folgenden Störungen und Problembereichen:

  • unklare Körperbeschwerden ohne hinreichenden somatischen Befund mit der Frage nach einer psychogenen (Teil-)Ursache
  • Störungen in der psychischen Verarbeitung körperlicher Erkrankungen, z.B. Anpassungsstörungen, reaktive depressive Entwicklungen oder Angststörungen bei Patienten mit beispielsweise internistischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Entzündlichen Darmerkrankungen, Herzerkrankungen und andere
  • psychisch mitbedingte Aufrechterhaltung oder Verschlechterung einer körperlichen Erkrankung oder chronischer Schmerzen
  • vorbestehende psychische oder psychosomatische Erkrankungen wie z.B. depressive Störungen, Angst- oder Zwangsstörungen, Essstörungen oder Persönlichkeitsstörungen, wenn diese in der somatischen Diagnostik oder Behandlung Bedeutung erlangen
  • Probleme der Patientenadherence bei medizinisch sinnvollen Behandlungen sowie der Interaktion mit dem Stationsteam

Das therapeutische Angebot im Konsiliardienst umfasst vor allem entlastende, supportive und klärende Einzel- bzw. Paargespräche, Entspannungsübungen sowie ggfs. die Empfehlung einer psychopharmakologischen Begleitmedikation.

Bei weitergehendem Behandlungsbedarf ist sowohl eine ambulante Erstbehandlung in der psychosomatischen Institutsambulanz als auch eine Beratung bei der Suche nach einem niedergelassenen Therapeuten möglich.

Bei gegebener Indikation können Patientinnen und Patienten auf die psychosomatisch-psychotherapeutische Station bzw. Tagesklinik übernommen oder bei der Suche nach einer geeigneten externen Fachklinik beraten werden.

Neben diesen individuell von der behandelnden Ärztin bzw. Arzt anzumeldenden Kontakten besteht die Möglichkeit einer Beratung von Stationsärzten/innen und Pflegepersonal zum Umgang mit Patientinnen und Patienten oder differentialdiagnostischen bzw. -therapeutischen Problemen. Zu diesem Zweck existiert eine institutionelle Kooperation mit somatischen Abteilungen der Klinik.

Die Anmeldung eines Konsils erfolgt durch den zuweisenden Behandler der jeweiligen Station.