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Funktionelle Dyspepsie

Symptome: Völlegefühl, Oberbauchdruck oder –brennen und häufiges Aufstoßen ohne krankhaften Befund bei der körperlichen Untersuchung, normale Laborwerte, unauffälliger Ultraschall und unauffällige Magenspiegelung.

Ursache: Wissenschaftler vermuten eine Funktionsstörung der Verdauung im Magenbereich. So hat man herausgefunden, dass Menschen mit funktioneller Dyspepsie mit Schmerzen auf Dehnungsreize des Magens reagieren. Offenbar liegt eine Störung der Dehnungsfähigkeit des Magens vor und eine veränderte Koordination der Verdauung mit einer vermehrten Schmerzwahrnehmung. Manchmal sind bestimmte Nahrungsmittel der Auslöser, manchmal aber auch Stress oder psychische Belastungssituationen. Auch kann es nach einer Magen-Darm-Infektion zur vermehrten Empfindlichkeit kommen.

Die funktionelle Dyspepsie ist lästig aber nicht gefährlich. Man geht davon aus, dass ca 16% der Bevölkerung davon betroffen sind.

Was kann man tun? Achtung bei der Ernährung, kleinere Mahlzeiten, Kaffee und Alkohol meiden. Gibt es Lebensmittel, die die Beschwerden auslösen? Dann sollten diese gemieden werden. Stressabbau, Entspannungsübungen und regelmäßige körperliche Bewegung sind hilfreich.

Medikamente helfen leider nicht immer. Kurzfristig kann eine Säureblockade des Magens die Beschwerden lindern, eine sog. Prokinetikum (Iberogast-Trpf, MCP oder Domperidon) fördert die Verdauungskoordination und Magenentleerung. Auch diese Medikamente sind nur kurzfristig wirksam.

Wichtig ist, dass bestimmte Krankheiten ausgeschlossen werden. Das ist bei Ihnen erfolgt. Jetzt kommt es darauf an, sich von den Symptomen nicht beunruhigen zu lassen und durch Ernährung und Lebensstil auf Ihren Magen Rücksicht zu nehmen.

Sie wollen mehr darüber wissen? Die deutsche Gesellschaft für Neurogastroenterologie hat auf ihrer Homepage Unterrichtsmaterial zur funktionellen Dyspepsie zusammengestellt (www.neurogastro.de).

Ich wünsche Ihnen gute Besserung!

Dr. med. Hans-Ulrich Braner

Chefarzt und Ärztlicher Direktor

Dr. med. Hans-Ulrich Braner

Chefarzt und Ärztlicher Direktor