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Neuro-Intensivstation der Kliniken fĂŒr Neurologie und fĂŒr Neurochirurgie

Unsere interdisziplinĂ€re Intensivstation am Zentrum fĂŒr Kopf- und Neuromedizin des Klinikums Kassel verfĂŒgt ĂŒber zwölf Intensivpflegebetten inklusive der Möglichkeit einer maschinellen Beatmung. Vorwiegend betreuen wir hier Patientinnen und Patienten mit schweren neurologischen Erkrankungen, z. B. Hirnblutungen oder EntzĂŒndungen des zentralen Nervensystems. Das Behandlungsteam setzt sich aus unterschiedlichen Berufsgruppen zusammen.

Kontakt:
Tel.: 0561 980-3670
E-Mail schreiben

Besuchszeiten: 
vormittags 11:00 - 12:00 Uhr 
nachmittags 16:00 - 18:30 Uhr

Auf unserer Intensivstation arbeiten Ärztinnen und Ärzte und PflegefachkrĂ€fte in einem Schichtsystem mit einer 24-Stunden-Besetzung und gewĂ€hrleisten dadurch einen besonders hohen medizinischen Standard und eine optimale Versorgung und Behandlung unserer Patientinnen und Patienten. DarĂŒber hinaus besteht unser Team aus Spezialistinnen und Spezialisten der Physiotherapie, Ergotherapie, LogopĂ€die, medizintechnischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und der Klinikseelsorge.

Auf unserer speziellen, auf Neurologie und Neurochirurgie ausgerichteten Intensivstation können wir Patientinnen und Patienten aus dem Raum Kassel mit spezifischen Erkrankungen bestens untersuchen, ĂŒberwachen und nach modernsten Leitlinien und Therapiestandards behandeln. RegelmĂ€ĂŸig finden interne und externe QualitĂ€tskontrollen sowie interdisziplinĂ€re Stationsbesprechungen und Fallkonferenzen statt.

Insbesondere aufgrund der engen Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen fĂŒr Neurologie, Neurochirurgie und fĂŒr interventionelle Neuroradiologie ist eine exzellente Versorgung von Patientinnen und Patienten mit neurointensivmedizinischen Krankheitsbildern auf hohem Niveau gewĂ€hrleistet.

Behandlungsspektrum der interdisziplinÀren Intensivstation in Kassel

Alle neurologischen und neurochirurgischen Erkrankungsbilder werden von uns auf der Intensivstation behandelt. Ein Schwerpunkt liegt im Bereich schwerer cerebrovaskulÀrer Erkrankungen, wie etwa Subarachnoidalblutungen, Basilaristhrombosen oder Hirnblutungen. Des Weiteren behandeln wir auf unserer interdisziplinÀren Intensivstation unter anderem Patientinnen und Patienten mit lebensbedrohlichen neuromuskulÀren Erkrankungen, beispielsweise Guillain-Barré-Syndrom oder Myasthenia gravis.

Überdies sind wir spezialisiert auf entzĂŒndliche Erkrankungen des zentralen Nervensystems (z. B. bakterielle Meningitis, Enzephalitis) sowie Patientinnen und Patienten, die unter epileptischen AnfĂ€llen leiden. Ein weiterer Behandlungsschwerpunkt liegt im Bereich der Neurotraumatologie (SchĂ€del-Hirn-Trauma). Außerdem werden viele Patientinnen und Patienten nach grĂ¶ĂŸeren Hirnoperationen oder neuroradiologischen Interventionen (Coiling, Stents, Embolisationen) auf unserer Intensivstation ĂŒberwacht.

Hinsichtlich des Neuro-Monitorings stehen intraparenchymatöse Hirndruckmessung, intraparenchomatöse partielle Sauerstoffgewebsmessung, externe Ventrikeldrainagen, 4-Kanal-Dauer-EEG-Ableitung sowie gĂ€ngige elektrophysiologische Verfahren zur VerfĂŒgung (u. a. evozierte Potenziale, Nervenleitgeschwindigkeitsmessung, Elektromyografie, EEG und Doppler- sowie Duplexultraschall).

Das klassische kardio-pulmonale Monitoring umfasst alle gĂ€ngigen Verfahren der invasiven und nichtinvasiven Respirator-Therapie. Zudem werden auf unserer Station routinemĂ€ĂŸig Punktionstracheotomien sowie ein erweitertes hĂ€modynamisches Monitoring durchgefĂŒhrt. Plasmapheresen und Nierenersatztherapien fĂŒhren wir in Zusammenarbeit mit den Ärztinnen und Ärzte der Abteilung fĂŒr Nephrologie durch.

Pflege nach unserem ganzheitlichen VerstÀndnis vom Menschen

Wir, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der interdisziplinĂ€ren Intensivstation, betrachten den Menschen in seiner Ganzheit mit all seinen physischen, psychischen und sozialen BedĂŒrfnissen. Die Patientinnen und Patienten stehen im Mittelpunkt unserer BemĂŒhungen. Unsere Pflege orientiert sich dabei am Konzept einer ganzheitlichen Pflegetheorie und wird nach einem BedĂŒrfnis-Modell und in der Organisationsform der Bezugspflege realisiert.

Unter BerĂŒcksichtigung der individuellen BedĂŒrfnisse des/der Einzelnen ist es unser Anliegen, die Patientinnen und Patienten bei den AktivitĂ€ten des tĂ€glichen Lebens so weit wie möglich zu unterstĂŒtzen, drohende Gefahren sowie mögliche Komplikationen frĂŒhzeitig zu erkennen und zu vermeiden, grĂ¶ĂŸtmögliche SelbststĂ€ndigkeit zu erhalten, zu fördern und wiederherzustellen.

Angepasst an unseren Tagesablauf, also die diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen, möchten wir Besucherinnen und Besuchern den Kontakt zu ihren Angehörigen ermöglichen. Wir sind außerdem stets offen fĂŒr GesprĂ€che, die zu Ihrem grĂ¶ĂŸeren VerstĂ€ndnis von Krankheit, möglicherweise bleibender Behinderung oder notwendigen pflegerischen Maßnahmen in der Zukunft beitragen.

Wir wollen unsere Pflegekompetenz stĂ€ndig weiterentwickeln und nutzen deshalb interne und externe Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Auch sind wir bemĂŒht, neueste Erkenntnisse der Pflegeforschung in unsere praktische Arbeit einfließen zu lassen und somit einen weiteren Beitrag zur QualitĂ€tssicherung zu leisten. FĂŒr RĂŒckfragen steht Ihnen Herr AndrĂ© Schmid zur VerfĂŒgung, dem die pflegerische Leitung obliegt. 

Wir sind nicht nur fĂŒr Patientinnen und Patienten, sondern auch fĂŒr Angehörige da

Benötigt jemand, der Ihnen nahesteht, intensivmedizinische Behandlung und wird auf unserer Intensivstation optimal versorgt? Meist handelt es sich dann um eine akute Erkrankung, die plötzlich eingetreten ist. Dies bedeutet, dass Sie sich in einer schwierigen, ungewohnten und vermutlich unbekannten Situation befinden. Sie sorgen sich um Ihre Angehörigen und eine Intensivstation mit modernster Technik, komplexen Apparaten sowie hĂ€ufigen Alarmtönen wirkt gewiss befremdlich auf Sie.

Hinzu kommt, dass Ihre Angehörigen infolge der notwendigen intensivmedizinischen Überwachung und Behandlung verĂ€ndert auf Sie wirken. WĂ€hrend fĂŒr uns, das Team der interdisziplinĂ€ren Intensivstation, diese Situation alltĂ€glich ist, können wir erahnen, wie hilflos Sie sich als Angehörige mitunter fĂŒhlen. Uns ist es wichtig, Ihre Ängste und Nöte zu verstehen, damit wir ihnen gemeinsam begegnen können.

So erhalten Sie beispielsweise auf Wunsch jederzeit Informationen ĂŒber den Gesundheitszustand Ihrer Angehörigen von den Pflegerinnen und Pflegern und von den Ärztinnen und Ärzten. Außerdem finden Sie einen Angehörigenraum im Eingangsbereich zwischen der neurologisch-neurochirurgischen und der operativen Intensivstation. SelbstverstĂ€ndlich besteht zusĂ€tzlich die Möglichkeit, jederzeit die Seelsorge oder den psychologischen Dienst unseres Hauses einzuschalten.

Wir bitten allerdings im Gegenzug um Ihr VerstĂ€ndnis dafĂŒr, dass im Rahmen von Untersuchungen oder pflegerischen Maßnahmen auch einmal Wartezeiten auftreten können. Besuche sind gerne gesehen und fĂŒr die Genesung der Patientinnen und Patienten wichtig. Dabei ist allerdings stets die Situation der schwerkranken und ruhebedĂŒrftigen Patientinnen und Patienten zu berĂŒcksichtigen. Insofern bitten wir Sie, sich an den Besuchszeiten zu orientieren:

vormittags     11:00 – 12:00 Uhr 
nachmittags   16:00 – 18:30 Uhr

Sollten Sie zu diesen Zeiten verhindert sein, können Sie mit unserem Personal gesonderte Absprachen treffen. Die Dauer der Patientenbesuche sollte möglichst eine Stunde nicht ĂŒberschreiten. Wir bitten um VerstĂ€ndnis, dass wir nur zwei Angehörige gleichzeitig einlassen können. Der Besuch sollte nach Möglichkeit auf den engsten Familienkreis begrenzt sein. FĂŒr Kinder unter 14 Jahren ist der Besuch auf der Intensivstation nicht geeignet.

AuskĂŒnfte ĂŒber den Gesundheitszustand von Patientinnen und Patienten dĂŒrfen wir ausschließlich nahen Angehörigen oder gesetzlichen Betreuern erteilen. Telefonische AuskĂŒnfte können wir erst nach einem vorausgegangenen persönlichen GesprĂ€ch und nur den nĂ€chsten Angehörigen erteilen. Wollen Sie ausfĂŒhrliche Information erhalten, bitten wir Sie, einen Termin mit den StationsĂ€rztinnen und -Ă€rzten zu vereinbaren.

Wir sind bemĂŒht, Ihre WĂŒnsche und Ideen so weit es geht zu berĂŒcksichtigen, sofern sie eine optimale Patientenversorgung nicht beeintrĂ€chtigen. Das Team der interdisziplinĂ€ren, neurologisch-neurochirurgischen Intensivstation ist fĂŒr Sie da. Bitte sprechen Sie uns an!

PD Dr. Christian Roth

Chefarzt

PD Dr. Christian Roth

Chefarzt