Zum Hauptinhalt springen

Pädiatrische Psychosomatik und Psychotherapie

Psychosomatische und psychosoziale Störungen werden in der Kinderheilkunde bei bis zu 21% der Patienten festgestellt. Die Integration der Psychosomatik für Kinder und Jugendliche in unser Behandlungsspektrum stellt daher einen wichtigen Beitrag zur Versorgungsqualität in unserem neuen Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin dar - an der Nahtstelle zwischen somatischer und psychosozialer Medizin.

Bereits im März 2001 wurde am Kinderkrankenhaus Park Schönfeld die erste Station zur Behandlung von psychosomatisch kranken Kindern und Jugendlichen in Nordhessen in Betrieb genommen. Mit der Eröffnung des neuen Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin im Klinikum Kassel hat auch die Abteilung für Pädiatrische Psychosomatik und Psychotherapie ihre Arbeit am neuen Standort aufgenommen.

Zur Abteilung gehören zwei Arbeitsbereiche:

  • die Psychosomatische Therapiestation (Haus S)
  • der Psychosoziale Dienst des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin

In der Abteilung für Pädiatrische Psychosomatik und Psychotherapie werden Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 18 Jahren behandelt. Eine Mitaufnahme von Eltern ist nicht vorgesehen. Es stehen 16 Behandlungsplätze zur Verfügung.

Typische Krankheitsbilder sind:

  • Essstörungen (Anorexia nervosa, Bulimie, schwergradige Adipositas mit psychischer Komorbidität; Binge-eating-Störung)
  • Somatoforme Störungen (chronische Schmerzsyndrome)
  • Dissoziative Störungen (z.B. psychogene Lähmungen oder Anfälle)
  • Angststörungen und depressive Episoden mit erheblicher körperlicher Symptomatik (z.B. Schulphobie)
  • posttraumatische Belastungsstörungen und akute Belastungsreaktionen
  • Ausscheidungsstörungen (funktionelle Enuresis und Enkopresis, Blasenentleerungsstörungen)
  • Psychische Störungen und Bewältigungskrisen bei chronischen körperlichen Erkrankungen (Diabetes mellitus, Mukoviszidose, Morbus Crohn, etc.)

Bei den aufgeführten Diagnosen kommt eine stationäre Behandlung in Frage, wenn ambulante und/oder teilstationäre Maßnahmen ausgeschöpft sind oder wenn diese aufgrund der Art und Schwere der aktuellen Symptomatik nicht ausreichen bzw. wenn die familiäre Situation eine Hospitalisierung erfordert.

Nicht behandelt werden Kinder und Jugendliche mit folgenden Erkrankungen:

  • Suchterkrankungen
  • Akute Suizidalität oder Fremdgefährdung
  • Psychosen
  • Dissozialität und Delinquenz
  • Tiefgreifende Entwicklungsstörungen

Dipl.-Pädagoge Dieter Kunert

Psychotherapeutische Leitung

Dipl.-Pädagoge Dieter Kunert

Psychotherapeutische Leitung